Dienstag, 1. November 2011
Fado-Musik
Da kann man gut verstehen, wie die Portugiesen auf ihre traurige Musik kommen. Dieser gewaltige Anblick der Natur macht den Menschen ganz schnell wieder zu dem, was er eigentlich ist: ein winzig kleines Geschöpf, verloren in einer riesigen Welt in einem noch unendlich viel größerem Sonnensystem, das neben Milliarden anderer Sonnensysteme durch ein noch einmal zig trilliardenfach größerem All umherschwirrt. Würde man da mit einer Kamera rauszoomen, es würde einem kotzübel werden. Nun ja, das ist die eine Seite Portugals. Das ist die schöne Seite. Die anderer ist die, dass es sich bei Portugal in der Tat - und das fand ich wiederum sehr erschreckend und weniger faszinierend - im Grunde um ein Dritte-Welt-Land handeln. Es gibt so vieles, was dort einfach mal gar nicht funktioniert, dass gerade den Deutschen schon sehr frustrieren kann. Seit ich jedenfalls in Portugal war, habe ich jedenfalls die Deutsche Bahn schätzen gelernt. Auch wenn sie mal eine halbe Stunde zu spät kommt, werde ich in Zukunft nicht mehr rumnölen.
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