Samstag, 12. November 2011

Über auskunftsfreudige Ahnungslose

Unfreundlich waren sie dann auch noch bis auf wenige Ausnahmen fast alle dort. Und unwissend sind sowieso alle Portugiesen. Das schlimme: sie können es einfach nicht zugeben. Die Antwort "das weiß ich nicht" wird man von einem Portugiesen niemals hören. Und so sind wir in Portugal mehrmals auf die Nase gefallen, weil wir den inbrünstigen, total sicher wirkenden Antworten der Portugiesen geglaubt haben. Als ob er daraus nichts gelernt hätte, will mein Freund als nächstes Kenia Safaris machen. Ich dachte erst, ich hörte erst nicht richtig, als er von Kenia Safaris sprach. Ich dachte da eher an London oder irgendein anderes top organisiertes Land, wo alles funktioniert, wie geplant. Aber er ist so dermaßen Feuer und Flamme für Kenia Safaris, dass ich da wohl nicht umhin kommen werde. Und naja, wer weiß, vielleicht sind die Kenia Safaris ja wirklich besser organisiert als die in Portugal. Das kann sich ja auch kaum ein Land erlauben. Wenn sich das in Portugal rumspricht, ist das ja schädlich für den Tourismus. Und wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, dass mich Kenia Safaris schon immer fasziniert haben. Oft schon habe ich mir Videos von Kenia Safaris auf Youtube angeschaut und konnte es gar nicht fassen, wie man mit den Jeeps dann tatsächlich nur wenige Meter an Elefanten, Giraffen oder einer im Schatten pausierenden Löwenherde vorbeifährt. Mit ein bisschen Glück, bekommt man das alles auf Kenia Safaris zu sehen. Nun denn, ich denke, ich werde mich mal darauf einlassen. Aber wenn das auch wieder im Chaos endet wie in Portugal, dann heißt es für 2012: London!

Montag, 7. November 2011

Thank you for gar nichts!

Denn immerhin kommt die Bahn in Deutschland noch an genau dem gleichen Tag, an dem sie auch angesagt war. Jetzt mögen einige lachen und ungläubig den Kopfschütteln und denken, ich schreibe Stuss, aber genau das ist in Portugal eben nicht der Fall. Ich habe es nicht nur einmal erlebt, dass eine Bahn, die angesagt war, auf den schicken Fahrplänen im Bahnhof stand, einfach nicht kam. Und nicht einmal das Personal am Bahnhof konnte einem verbindlich mitteilen, ob und wann denn der nächste Zug kommen wurde. Was in Deutschland ein handfester Skandal wäre, schien da Gang und Gäbe zu sein.

Dienstag, 1. November 2011

Fado-Musik

Da kann man gut verstehen, wie die Portugiesen auf ihre traurige Musik kommen. Dieser gewaltige Anblick der Natur macht den Menschen ganz schnell wieder zu dem, was er eigentlich ist: ein winzig kleines Geschöpf, verloren in einer riesigen Welt in einem noch unendlich viel größerem Sonnensystem, das neben Milliarden anderer Sonnensysteme durch ein noch einmal zig trilliardenfach größerem All umherschwirrt. Würde man da mit einer Kamera rauszoomen, es würde einem kotzübel werden. Nun ja, das ist die eine Seite Portugals. Das ist die schöne Seite. Die anderer ist die, dass es sich bei Portugal in der Tat - und das fand ich wiederum sehr erschreckend und weniger faszinierend - im Grunde um ein Dritte-Welt-Land handeln. Es gibt so vieles, was dort einfach mal gar nicht funktioniert, dass gerade den Deutschen schon sehr frustrieren kann. Seit ich jedenfalls in Portugal war, habe ich jedenfalls die Deutsche Bahn schätzen gelernt. Auch wenn sie mal eine halbe Stunde zu spät kommt, werde ich in Zukunft nicht mehr rumnölen.